Samstag, 23. August 2008

Urban Redevelopment Authority

Heute, es regnet den ganzen Tag, waren wir in der Gallerie des Stadtplanungsbüros (Urban Redevlopment Authority, URA, http://www.ura.gov.sg/about/ura-intro.htm). Einige kluge Köpfe arbeiten dort!! Wer denkt, dass Singapur nun aufhört, sich zu entwickeln, der liegt schön daneben.

Auf einem Foto sieht man Singapur von oben; auf dem anderen sind alle Gebäude (in weiss) ersichtlich, die in Planung sind und erst noch gebaut werden wollen. Die Herausforderung für die Stadtplaner liegt im wesentlichen darin, dass auf 699 Quadratkilometer bis 2010 6 Milionen Menschen untergebracht werden sollen; 10% der Fläche "müssen" Grünfläche sein; Land kann nur aufgeschüttet werden, wenn das Meer nicht tiefer als 20 Meter ist; und natürlich gibt es auch Begrenzungen für die Höhe der Gebäude.

Samstag, 16. August 2008

Schulbeginn

So nun ist es also auch bei mir soweit, die Arbeit, bzw. das nächste Schuljahr geht am Montag den 18. August wieder los. Ich freue mich sehr auf das zweit Jahr hier! Es ist eine ziemliche Erleichterung alles schon zu kennen und zu wissen was wo ist, wer was zu sagen hat und so weiter.... all das macht einem im ersten Jahr das Leben ja nicht gerade leichter. Auch war es ein anderer Beginn diese Woche, alle im Team schon zu kennen und sich sozusagen als "alte Bekannte" begrüssen zu können. Obwohl es an unserer Schule mit 2950 Schülern ja auch dementsprechend viele LehrerInnen hat. ca. 300 und dieses Jahr 80 neue Lehrkräfte gab, (Unter anderem auch, weil noch ein zweiter Campus eröffnet wurde.) war unser Office (European Languages) nicht betroffen von Lehrpersonenwechseln.
Auch die SchülerInnen kenne ich die meisten schon, nur meine 7. Klasse wird neu sein und so ist also auch das Arbeiten im Schulzimmer um einiges einfacher.
Kaum zu glauben ist allerdings, dass wir nun schon über ein Jahr hier sind.... die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge.....

Donnerstag, 14. August 2008

Clubbing

Gestern war es so weit. Zum ersten Mal sind wir in Singapur in einem Club gewesen. Martin, ein Schweizer-Gspänli war an die Eröffnung des Supper Clubs (http://www.supperclub.com/) eingeladen, zu der er uns mitgenommen hat. Ein Club, ganz in weiss, in dem viele reiche SingapurianerInnen und Expats anwesend waren. Es ging relativ gemächlich zu und her, aber natürlich ist auch hier das Motto für einige, einen Ang Mo (Europäer; wörtlich ein Rothaariger = Teufel) mit einer fetten Kreditkarte aufzureissen. Dafür gibt es in Singapur sogar einen eigenen Begriff:




Sarong Party Girl (also known as SPG or Sarong Party Girl) is a term used in Singapore and (to a lesser extent) in Peninsular Malaysia. It describes a local Asian
woma
n (e.g. Eurasian, Chinese, Malay, Indian) who usually dresses and behaves
in a provocative manner, and who exclusively dates and prefers
white men. (Wikipedia)

Montag, 11. August 2008

Malay Hochzeit

Am Sonntag hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit, einer Malay-Hochzeit beizuwohnen (genau genommen dem Empfang). Eine Kollegin aus meinem Büro (HD) hat geheiratet.

Das Fest erstreckt sich in der Regel über zwei Tage. Geheiratet wird oftmals in traditionellen Kleidern. Die eigentliche Hochzeit besteht aus der akad nikah Zeremonie. Der Bräutigam geht zum Haus der Braut und unterzeichnet den Heiratsvertrag während die Braut im Nebenraum wartet. Im Gegenzug schuldet der Bräutigam der Familie der Braut eine Ausssteuer. Nach der Unterzeichnung des Vertrags werden dem Brautpaar die Hände bemalt (Henna, berinai besar Zeremonie).

Am nächsten Tag werden zwei Empfänge veranstaltet für die Bekannten und Freunde des Bräutigams und der Braut (zum Teil werden diese Empfänge zusammen gelegt). Man, d.h. so gegen 500 Leute, versammelt sich in einem Saal. Oft spielt eine Band oder es gibt traditionelle Vorführungen und es wird gegessen. Ein Empfang dauert meist so 4 h, das Brautpaar präsentiert sich um die 2 Stunden am Anlass. Sie werde auf die Bühne gesetzt und Essen wird ihnen serviert.

Es werden nicht nur enge Freunde eingeladen, sondern Mitglieder der jeweiligen "Gemeinschaft". Eine der Ideen dahinter ist, dass die Hochzeit bekannt gemacht wird und klar ist, dass die Braut nun vergeben ist.


Freitag, 8. August 2008

Golf-Tag


Heute habe ich eines meiner Geburtstagsgeschenke eingelöst und wir gingen einen Tag nach Batam golfen. Batam ist eine Insel, die in ca. 45 Minuten von Singapur aus erreicht werden kann. Sie gehört bereits zu Indonesien und war lange Zeit das Gambling-Paradies für Männer aus Singapur. Dies wird versucht zu verhindern, was auch mehr oder weniger gelingt; zum Andern hat es etliche Golfplätze und sehr viel Industrie auf der Insel.


So gingen wir Morgens auf die Fähre, gaben die Golf-Bags ab und wurden mehr oder weniger durch den Tag geführt. Alles wird einem vorbereitet und getragen.


Wir waren erst zum 2. Mal auf einem grossen Platz und stellen uns wohl jeweils etwas ungeschickt an. Im Club House angekommen, warteten dort ca. 40 Frauen. Wir dachten, na ja, wird wohl ein Turnier sein. Kaum kamen die Golf Bags aller Tagesgolfer an, haben sie sich auf das Auto gestürzt, die Bags ausgeladen, und in die Golfwäggelis eingeladen. Wie sich rausstellte, hatten wir ebenfalls zwei von diesen Caddies:-) und natürlich unser eigenes Golfwäggeli:-)

Dienstag, 5. August 2008

Ruhe vor dem Sturm

Nun sind also alle Besucher weg:( und ich fühle manchmal wieder ein bisschen Heimweh aufkommen. Doch viel Zeit dafür bleibt mir nicht, denn am 18. August beginnt das neue Schuljahr und wenn es nur halb so streng werden wird wie das vergangene bleibt mir immer noch genügend zu tun..... aber ich kann ja nicht klagen, noch geniesse ich die Ferien und erledige zu Hause all das Liegengebliebene wofür man unter dem Jahr kaum Zeit findet. Wie Kästen und Schubladen einmal durchzukämmen, die Wohnung (so gut das mit zwei Wildkatzen geht) wieder mal etwas umzudekorieren, Einkäufe die geliefert werden erwarten, Pflanzen die von unseren Katzen zerschreddert worden sind durch Kakteen zu ersetzen usw.

Heute allerding verbrachte ich den halben Tag mit Lesen. Simone schenkte mir ein supertolles Buch, das per sofort in die Liste meiner Lieblingsbücher aufgenommen wurde. Wer sich eine etwas anspruchsvollere und hochspannende Ferienlektüre zulegen will, der lese: Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon.

Man glaubt ja kaum, was sich in einem Jahr da alles ansammelt.... also es erstaunt mich immer wieder von Neuem. Ausserdem tut Aufräumen auch gut und ich brauche das immer um dann wieder mit einem gereinigten Kopf und viel Energie ins neue Schuljahr starten zu können.



Sonntag, 3. August 2008

Hürde genommen

Nun bin ich also auch in den Club der 30ig-jährigen aufgenommen. Und siehe da, ich fühle mich heute noch wie Gestern. Obwohl, so glaube ich, psychisch lässt sich da schon ein gewisser Unterschied feststellen. Man rechnet plötzlich damit, dass das Zwicken und Zwacken überall beginnt, dass es nun Zeit wird, etwas im Leben zu erreichen, dass die Zeit fliegt, etc. Ist wohl etwas wie mit dem Heiraten: an sich macht es im wirklichen Leben nicht wirklich einen grossen Unterschied, aber etwas ist schon an diesen "Ereignissen",... .

Die Olympischen Spiele rücken immer näher. China hat sich, als es die Spiele zugesprochen bekam, gepriesen, dass dieser Anlass a-politisch sei und alles mögliche, wie die Verbesserung der Menschenrechte, unterstütze. Welche eine Farce! Sport ist und war schon immer politisch; China ist sicherlich nicht offener geworden, sondern greift zu teilweise drastischen Massnahmen, um ein Gelingen der Spiele sicherzustellen. Ich bezweifle manchmal, ob China mit den Spielen nicht ein Eigengoal geschossen hat. Der Rest der Welt die Fortschrittlichkeit und Offenheit Chinas zu demonstrieren wird nicht gelingen; die hohen Ansprüche, wie keine Umweltverschmutzung, werden nicht erfüllt werden; Köpfe innerhalb des Regimes werden rollen sofern Dinge nicht wunschgemäss ablaufen. Ich denke, dass die Spiele unter Umständen zu einer Schwächung des Regimes wie auch einem negativeren Image Chinas führen können. Ein interessanter Artikel zu dieser Thematik findet sich im Economist dieser Woche.

Ich frage mich, ob die Art und Weise wie die Leute hier mit ihren Mobiles telefonieren, auch einmal auf die Schweiz überschwappt. Das geht nämlich so, dass man es ans Ohr hält, wenn der andere spricht; dann aber das Gerät vor den Mund führt, um zu sprechen. Und so weiter....schwierig zu erklären, wer noch nie einen telefonierenden Singapurianer gesehen hat.

Nun bekommen wir tatsächlich eine nagelneue Klimaanlage. Unsere Tropenkatzen, welche die Wärme so gar nicht vertragen, werden dem Katzengott danken:-)

Rahel auch:-)



Samstag, 2. August 2008

Allerlei

Auch die Singapurer bereiten sich mit grossem Eifer auf ihren Nationalfeiertag vor. Der wird am 9. August gefeiert und seit mindestens zwei Monaten wird geübt für die Show und die Parade. Dies heisst hier nichts anderes, dass seit 8 Wochen jeden Samstag die Düsenjets über die Stadt donnern und ihre Rauchzeichen in den Himmel tätowieren. Ausserdem fliegen Militärhelis mit der Singapurflagge durch die Lüfte. Und heute bei der offiziellen Hauptprobe, eine Woche vorher, hörten wir das Feuerwerk bis zu uns nach Hause knallen. Auch dies muss selbstverständlich geübt sein;)

Sonst nicht viel Neues, ich habe mich zum ersten Mal hier in meinen Backkünsten versucht, da Marc ja morgen seinen dreissigsten Geburtstag feiert. Das Unterfangen war nicht ganz einfach, da die Mikrowelle auch ein Backofen ist und der Mixer aus der CH irgendwie nicht so auf Touren kommen will beim Strom hier.....
Naja, auf jeden Fall duftet es schon ganz herrlich aus der Küche und ich muss schauen, dass ich beim Tippen den Kuchen nicht im Ofen vergesse.....

Da die Klimaanlage in der Stube ja wie bereits erwäht seit Mittwochmorgen im Eimer ist, sitze ich nämlich im glücklicherweise kühlen Schlafzimmer (da haben wir eine "noch" funktionierende Klimaanlage), und kühle meinen vom Backen erhitzten Kopf etwas ab.

Seit heute haben wir auch wieder eher eine ruhigere Zeit vor uns. Die Kursphase ist, zumindest für den Moment, vorbei und nach der heutig absolvierten (sauschweren) Prüfung zum Personal Trainer, sind wir beide froh, das Lernen mal wieder etwas in den Hintergrund zu schieben. (Durch das Lernen kann es schon einmal passieren, dass ich den gerüsteten Salat im Kasten statt im Kühlschrank lagere:-) ) Wobei man das von Marc eigentlich nicht behaupten kann, denn er ist immer etwas am Lernen. Sei es Chinesisch, Indonesisch, Gitarre oder Dizi (chinesische Bambusflöte) er braucht einfach die Herausforderung:-)

Heimatgefühl in Singapur


Den 1. August haben wir wohl noch nie so gefeiert wie in Singapur. Der Schweizer-Klub organisiert jedes Jahr eine Feier mit August-Funken, Raclette und natürlich dürfen auch die Swiss Lions (Band) nicht fehlen. Dieses Jahr machte ausserdem das Schweizer Olympia-Schwimmteam seine Aufwartung.