Montag, 15. Dezember 2008

Jahresende und ab nach Australien



Wieder ist ein Jahr vorbei…. man kann es kaum glauben wie schnell die Zeit vergeht. Zum Glück werden nicht nur wir, sondern auch unsere Kätzchen älter und sind eben schon richtige Katzen. Ausserdem habe ich laut Dreijahresvertrag schon Halbzeit… kann es selber noch kaum glauben, dass es schon soweit sein soll.
Wir haben uns für Weihnachten unter noch südlicherer Sonne entschieden und verreisen am 17. Dezember (also übermorgen) für gut 16 Tage nach Australien. Wir werden nach Perth fliegen und haben dort ein Mietauto mit dem wir die Gegend rund um Perth etwas unsicher machen wollen. Wir freuen uns riesig auf die Weihnachten und Silvester „down under“ und wünschen euch bis im neuen Jahr alles Liebe und Gute, erholsame Festtage, freuen uns von euch zu hören und melden uns auf dem Blog wieder sobald wir zurück in Singapur sind.
Auf bald im 2009!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Advent feiern in Singapur















Vor zwei Wochen haben wir mit unseren SchülerInnen Weihnachtsplätzchen gebacken für die traditionelle Adventsfeier des German Departments am United World College. Letztes Jahr war ja alles etwas neu für mich und somit war ich noch nicht so stark involviert. Dieses Jahr haben wir dann nebst dem „Guetzli“ backen auch noch Schneescherenschnitte gebastelt und den „Samichlaus“ engagiert. Wie immer hatten die Schüler ihren Spass und geniessen die kurzen und wenigen Momente des „unsingapuresischen“ Advents sehr!

Montag, 8. Dezember 2008

Singapore Standard Chartered Marathon















Gestern waren wir am big race! Nein, nein wer jetzt denkt wir seien einen Marathon gerannt irrt sich. 10km sind wir gerannt und schon das brachte schwere Beine und müde Oberschenkel mit sich. Aber es lohnte sich sehr!!! Die ganze Stimmung des Anlasses mit über 50000 Läufern war einfach unglaublich! Marc ist um halb acht, mit etwas Verspätung gestartet, und ich um 8.15. Die Kenianer rannten nach 2h13min für die Marathonstrecke ins Ziel, da kann man einfach nur noch staunend applaudieren, unglaublich diese Leistung! Doch auch wir sind ein bisschen stolz auf unsere Zeiten Marc mit 50min und ich mit 1h03min für 10km sind beide sehr zufrieden.
Heute hatten wir zum Glück noch frei, da ein muslimischer Feiertag Hari Raya Haji (Ende der Pilgerreise nach Mekka) ist. Das geniessen wir natürlich in vollen Zügen und so waren wir nach verdientem Ausschlafen im Kino und lassen jetzt den Abend noch mit Blog und Weihnachtskärtchen schreiben, Flöten üben und anderen Haushaltspflichten ausklingen.

Treffen bei Chili Crab


Vor drei Wochen trafen wir Tamara und ihre Familie zum Seafoodschmaus. Tamara ist eine ehemalige Arbeitskollegin (EDA) von Marc, die jetzt bei der UNO in New York arbeitet. Ihr Bruder Thomas lebt und arbeitet hier in Singapur bei der UBS und da auch ihre Eltern vor Ort zu Gast waren nutzten wir dies für ein gemeinsames Abendessen. Die obligate Chili Crab ist immer ein Erlebnis der besonderen Art….

Mittwoch, 26. November 2008

Jingle Bells und anderes

In Singapur ist Weihnachtsstimmung ausgebrochen. Doch sollte die Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken nicht unsere einzige Sorge sein,... .

In Thailand legen einige Demonstraten, grosse Teile des Landes lahm. Demonstranten, die nach Demokratie schreien, aber nicht in der Lage sind, einen demokratisch gewahelten Praesident zu akzeptieren; Demonstranten, unter denen viele sich nicht wirklich bewusst sind, wofuer sie demonstrieren; Demonstranten, die fuer das Wohl ihres Landes eintreten, ihrem Land aber erheblichen Schaden zu tragen.

In Indien haeufen sich die Terroranschlaege und werden gewalttaetiger. Die Anschlaege von Gestern Nacht haben das Potential, das Land in eine Krise zu stuerzen. Spannungen von diesem Ausmasse in einem multiethnischen Land sollten Anlass zur groessten Sorge geben. Sie spielen konservativen Kraeften in die Haende, welche sich fuer die Wahlen 2009 grosse Ambitionen machen. Aber sie zeigen auch auf, dass grundlegende Probleme innerhalb der Gesellschaft in der Vergangenheit nicht Ernst genommen wurden. Es ist abzuwarten, wie die Indische Regierung darauf reagiert. Und es ist zu hoffen, dass es eine weise Reaktion sein wird. Wie gesagt, die Anschlaege koennen das Land in eine Krise stuerzen. Auf der anderen Seite besteht aber auch die Moeglichkeit, dass das Leben in einigen Tagen seinen Gang nimmt, als ob nichts geschehen waere. Denn das „oeffentliche Gedaechtnis“ ist in Indien nicht immer sehr stark,... .

Montag, 17. November 2008

Mal wieder etwas ruhiger,...

Langsam wird es wieder einmal etwas gemächlicher. Nachdem wir von Sabah nach Hause gekommen sind, ging es für mich gleich weiter auf Geschäftsreise nach Laos. Ich konnte eine Wochen in Vientiane, der Hauptstadt Laos, verbringen. Ein gemütliches Städtchen, geprägt von der französischen Vergangenheit. Doch, ähnlich wie Kambodscha, ein Land, das unter einem traurigen Schleier liegt. Ein Regime, das mit eiserner Hand regiert, nach Unabhängigkeit strebt, doch von der Vergangenheit als auch von gewissen "anderen Staaten" gefangen ist.

Der Weihnachtsrummel hat Singapur bereits voll im Griff und überall wird man mit Weihnachtsmusik eingelullt. Daher habe wir uns entschlossen, über Weihnachten ins (hoffentlich) etwas ruhigere Australien zu fliehen:-)

Bald schon, am 08. Dezember, wagen wir uns an unser erstes 10km rennen. Rahel spricht schon vom Marathon, ich bin dagegen eher etwas skeptisch:-) Mal schauen ... und tschüss....

Sonntag, 2. November 2008

Reise durch Sabah













Die Reise durch Sabah mit Heidy und Walti war ein Erlebnis der besonderen Art. In Kota Kinabalu (Hauptstadt des Staates Sabahs in Malaysia, Borneo) machte unser Flugzeug erst einmal rechts um kehrt auf der Piste und wir dachten schon, dass es wieder zurück nach Singapur geht, doch der Flieger rollte wider Erwarten gemächlich zur Andockstelle. Die ersten fünf Tage reisten wir durchs Land und leisteten Orang Utangs, Nasenaffen und anderen Affenarten, sowie Schlangen und weiterem „Dschungelgekreuch“ und „Gefleuch“ Gesellschaft.... oder eher sie uns? Zu unserer aller Erleichterung verabscheuten uns die Blutegel als wir im Dschungel um den imposanten Mount Kinabalu 4101 m. ü. M. treckten. Wir logierten in Lodgen im Dschungel oder am Fluss, mal einfach, mal luxuriöser.
Den Bade- und Tauchurlaub verbrachten wir dann ganz edel im eigenen Bungalow (schon fast ein kleines Haus) auf der Insel Mataking, kleine Korallen- und Sandinsel in einer knappen Stunde zu umrunden, mit Meersicht. Leider wollte das Wetter nicht so und die malayische Regenzeit schien schon ausgebrochen zu sein. Doch zum Glück kann man auch bei Regen tauchen und nass wird man ja bei jedem Wetter. Der Tagesausflug nach Sipadan einem Naturschutzgebiet war tauchmässig spitze! Schildkröten und Haie wohin man blickte!!

Freitag, 17. Oktober 2008

Auf und ab nach Sabah


Endlich dürfen wir in die wohl verdienten Ferien fahren, hihi. Am letzten Wochenende sind meine Eltern bereits in Singapur angekommen. Leider musste ich diese Woche noch einige Tage nach Jakarta, aber Rahel hat sie auf Trab gehalten und ihnen ganz Singapur gezeigt.

Während meine Eltern bereits heute nach Sabah, Malaysien geflogen sind, werden wir morgen nach reisen. Sabah, ein noch wenig bereistes Juwel (so hoffen wir wenigstens), werden wir die ersten paar Tage per Auto unsicher machen. Danach verbringen wir knapp eine Woche auf einer Insel, wo wir uns dem Tauchen und süssen Nichts-Tun hingeben werden. Na dann, bis in zwei Wochen.

Samstag, 4. Oktober 2008

Viva la Cerveza




Vom 02. bis 05. Oktober hat in Singapur das erste Beer Festival (http://www.singaporebeerfestival.com/) statt gefunden. X-verschiedene Sorten an Bier von jedem Ecken der Welt konnten probiert werden. Natürlich war auch das Appenzellerland dabei und Heidi haben wir auch noch getroffen:-)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

F1 Zirkus




Jawohl liebe Sportsfreunde, auch wir wohnten natürlich dem ersten Nacht-Rennen des F1 Zirkuses in Singapur bei. Be part of the F1 History, wie die Veranstalter so schön sagten. Und in der Tat, es war ein Erlebnis. Wir sassen dort, wo die meisten Unfälle passierten und somit, war auch für etwas Spannung gesorgt. Denn im Grunde genommen ist so ein Rennen eine ziemlich langweillige Angelegenheit. Wir sahen die Boliden zwischen 4 und 6 Sekunden vorbeirasen, den Rest des Rennens verfolgten wir auf der Grossleinwand. Aber dennoch, es lohnt sich, solch ein Rennen schauen zu gehen. Das Dröhnen der Motoren, die Geschwindigkeit und Stimmung spürt man erst, wenn man live vor Ort ist. Und erstaunlicherweise, kamen die ansonsten doch eher trockenen Singapuresen ziemlich aus sich heraus.

Es ist natürlich ein Highlight zu wissen, dass das F1 Rennen nur Dank der Hilfe unserer zwei Schweizer-Gspänlis, Michi und Tino, statt finden konnte.Im Vorfeld unterstützten sie die Veranstalter tatkräftig und testeten die Startgerade aus. Einige Stimmen sagen zwar, dass ihr Werk eher einen manipulierenden Einfluss hatte, aber das Schweizer Fernsehen sieht das wohl anders: http://formel1.blog.sf.tv/.

Montag, 15. September 2008

Kultureller Höhenflug


Es gibt noch soooo viel zu sehen und zu machen hier in Singapur. Vor zehn Tagen haben wir es endlich geschafft, in die Esplanade zu gehen. Die Esplanade ist das Theater- und Konzertzentrum von Singapur. Zusammen mit Michi, der eine anstrengende Panademie-UBS-Übung hinter sich hatte, genossen wir das Cello Concerto in B minor, Op. 104, von Dvorák und die Symphonie Nr. 10 in E minor, Op. 93, von Shostakovich. Wir waren uns gar nicht bewusst, dass mir mit dem Cellisten - Qin Li-Wei - eine Berühmtheit spielen hörten... .

Advanced Bubblers






Das letzte Wochenende war es so weit: wir gingen nach Tioman (Malaysien), um unser Advanced Tauchbrevet zu machen, damit wir dann im Herbst für unsere Ferien in Sabah tauchfit sind.

Um 20 Uhr wurden wir in Singapur mit einem Büssli abgeholt. Nach 6.5 Stunden kamen wir in Mersing an, wo wir bald darauf auf die Fähre gingen. Nach 3 stündigem Warten ging es dann los und gegen halb sechs (am Morgen) kamen wir endlich in Tioman an!! Müde freuten wir uns auf ein schönes Zimmer. Der Schock war nicht klein, als wir in Viererzimmer eingeteilt wurden. Aber wir waren so müde, dass wir fast nicht protestierten. Nach zwei Stunden Schlaf ging es dann auch schon los mit dem Tauchmarathon. Wir machten sechs Tauchgänge an zwei Tagen. Es hat uns gut gefallen und ans Tauchen (nach doch 5 Jahre Abstinenz) haben wir uns schnell wieder gewöhnt. Leider und das war nicht so lustig, hatten wir im Zimmer keine warm Wasser, aber auch das konnte uns nicht daran hindern, am Sonntag zu Advanced Bubblers ernannt zu werden.

Mehr Fotos findet ihr auf der Website unter der Fotorubrik.

Sonntag, 7. September 2008

Zurück im Alltag & Barbecue im East Coast Park






Schon seit drei Wochen ist nun auch bei mir der Alltag wieder eingekehrt. Und ich kann mich nicht beklagen, denn da ich bis auf eine Klasse die meisten SchülerInnen schon kannte ist die Arbeit in diesem Jahr schon „fast“ gemütlich. Aber eben auch nur fast…. denn am Dienstag ist bereits der erste Elternabend und in 2 Wochen winken schon die ersten Zeugnisse….. wir haben ja derer drei, damit es den Lehrern nicht langweilig wird. Vor allem – sehr sinnvoll – zwei bis an Weihnachten, was etwas komisch ist, da das Schuljahr dann ja noch nicht mal zur Hälfte um ist. Naja, man gewöhnt sich an alles und somit sind auch die ersten Noten und Prüfungen schon gemacht und korrigiert und weitere in Planung.
Diesen Samstagabend waren wir zu unserem ersten Singapurer Barbecue geladen. Man muss wissen, Barbecue ist hier schon fast ein Nationalsport und die Regierung hat, was ich eine vorzügliche Idee finde, in fast allen öffentlichen Parks sogenannte Barbecue Pits errichtet, welche man reservieren kann ( 6 Wochen im Voraus muss man aber mindestens buchen) und die werden dann auch wieder geputzt und aufgeräumt!!! Luxus pur!!! Mann braucht also nur Kohle und Esswaren mitzubringen und das Grillfest kann losgehen! Hatten wir zumindest gedacht……
Nach erfolgreichem Entfachen der Glut und erstem Bratwurst, Gemüsespiessli und Salatschmaus, legten wir die zweite Runde Bratwurst auf den Grill. Gerade als die Würste durchgebraten waren, ging das Gewitter los. Und wie wir das von Singapurs Wettergöttern ja leider kennen regnet es meistens wie aus Kübeln. Was gestern aber noch dazukam, war ein unglaublich starker Wind, der uns das Essen regelrecht aus den Händen riss. Trotz Zufluchtssuche im nahegelegenen Unterstand wurden wir bis auf die Haut durchnässt. Nach einer Stunde etwa war der gröbste Sturm vorbei und wir machten uns auf den Heimweg. Natürlich regnete es noch immer und so kamen Marc und ich noch in den Genuss einer Töfffahrt bei night im klitschnassen Singapur. Gibt Angenehmeres kann ich euch sagen, aber nach einer warmen Dusche im trauten Heim fühlten wir uns schnell wie neu geboren und werden wohl noch manchmal mit einem Lächeln an unser erstes Singapurer Grillerlebnis zurück denken.

Samstag, 23. August 2008

Urban Redevelopment Authority

Heute, es regnet den ganzen Tag, waren wir in der Gallerie des Stadtplanungsbüros (Urban Redevlopment Authority, URA, http://www.ura.gov.sg/about/ura-intro.htm). Einige kluge Köpfe arbeiten dort!! Wer denkt, dass Singapur nun aufhört, sich zu entwickeln, der liegt schön daneben.

Auf einem Foto sieht man Singapur von oben; auf dem anderen sind alle Gebäude (in weiss) ersichtlich, die in Planung sind und erst noch gebaut werden wollen. Die Herausforderung für die Stadtplaner liegt im wesentlichen darin, dass auf 699 Quadratkilometer bis 2010 6 Milionen Menschen untergebracht werden sollen; 10% der Fläche "müssen" Grünfläche sein; Land kann nur aufgeschüttet werden, wenn das Meer nicht tiefer als 20 Meter ist; und natürlich gibt es auch Begrenzungen für die Höhe der Gebäude.

Samstag, 16. August 2008

Schulbeginn

So nun ist es also auch bei mir soweit, die Arbeit, bzw. das nächste Schuljahr geht am Montag den 18. August wieder los. Ich freue mich sehr auf das zweit Jahr hier! Es ist eine ziemliche Erleichterung alles schon zu kennen und zu wissen was wo ist, wer was zu sagen hat und so weiter.... all das macht einem im ersten Jahr das Leben ja nicht gerade leichter. Auch war es ein anderer Beginn diese Woche, alle im Team schon zu kennen und sich sozusagen als "alte Bekannte" begrüssen zu können. Obwohl es an unserer Schule mit 2950 Schülern ja auch dementsprechend viele LehrerInnen hat. ca. 300 und dieses Jahr 80 neue Lehrkräfte gab, (Unter anderem auch, weil noch ein zweiter Campus eröffnet wurde.) war unser Office (European Languages) nicht betroffen von Lehrpersonenwechseln.
Auch die SchülerInnen kenne ich die meisten schon, nur meine 7. Klasse wird neu sein und so ist also auch das Arbeiten im Schulzimmer um einiges einfacher.
Kaum zu glauben ist allerdings, dass wir nun schon über ein Jahr hier sind.... die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge.....

Donnerstag, 14. August 2008

Clubbing

Gestern war es so weit. Zum ersten Mal sind wir in Singapur in einem Club gewesen. Martin, ein Schweizer-Gspänli war an die Eröffnung des Supper Clubs (http://www.supperclub.com/) eingeladen, zu der er uns mitgenommen hat. Ein Club, ganz in weiss, in dem viele reiche SingapurianerInnen und Expats anwesend waren. Es ging relativ gemächlich zu und her, aber natürlich ist auch hier das Motto für einige, einen Ang Mo (Europäer; wörtlich ein Rothaariger = Teufel) mit einer fetten Kreditkarte aufzureissen. Dafür gibt es in Singapur sogar einen eigenen Begriff:




Sarong Party Girl (also known as SPG or Sarong Party Girl) is a term used in Singapore and (to a lesser extent) in Peninsular Malaysia. It describes a local Asian
woma
n (e.g. Eurasian, Chinese, Malay, Indian) who usually dresses and behaves
in a provocative manner, and who exclusively dates and prefers
white men. (Wikipedia)

Montag, 11. August 2008

Malay Hochzeit

Am Sonntag hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit, einer Malay-Hochzeit beizuwohnen (genau genommen dem Empfang). Eine Kollegin aus meinem Büro (HD) hat geheiratet.

Das Fest erstreckt sich in der Regel über zwei Tage. Geheiratet wird oftmals in traditionellen Kleidern. Die eigentliche Hochzeit besteht aus der akad nikah Zeremonie. Der Bräutigam geht zum Haus der Braut und unterzeichnet den Heiratsvertrag während die Braut im Nebenraum wartet. Im Gegenzug schuldet der Bräutigam der Familie der Braut eine Ausssteuer. Nach der Unterzeichnung des Vertrags werden dem Brautpaar die Hände bemalt (Henna, berinai besar Zeremonie).

Am nächsten Tag werden zwei Empfänge veranstaltet für die Bekannten und Freunde des Bräutigams und der Braut (zum Teil werden diese Empfänge zusammen gelegt). Man, d.h. so gegen 500 Leute, versammelt sich in einem Saal. Oft spielt eine Band oder es gibt traditionelle Vorführungen und es wird gegessen. Ein Empfang dauert meist so 4 h, das Brautpaar präsentiert sich um die 2 Stunden am Anlass. Sie werde auf die Bühne gesetzt und Essen wird ihnen serviert.

Es werden nicht nur enge Freunde eingeladen, sondern Mitglieder der jeweiligen "Gemeinschaft". Eine der Ideen dahinter ist, dass die Hochzeit bekannt gemacht wird und klar ist, dass die Braut nun vergeben ist.


Freitag, 8. August 2008

Golf-Tag


Heute habe ich eines meiner Geburtstagsgeschenke eingelöst und wir gingen einen Tag nach Batam golfen. Batam ist eine Insel, die in ca. 45 Minuten von Singapur aus erreicht werden kann. Sie gehört bereits zu Indonesien und war lange Zeit das Gambling-Paradies für Männer aus Singapur. Dies wird versucht zu verhindern, was auch mehr oder weniger gelingt; zum Andern hat es etliche Golfplätze und sehr viel Industrie auf der Insel.


So gingen wir Morgens auf die Fähre, gaben die Golf-Bags ab und wurden mehr oder weniger durch den Tag geführt. Alles wird einem vorbereitet und getragen.


Wir waren erst zum 2. Mal auf einem grossen Platz und stellen uns wohl jeweils etwas ungeschickt an. Im Club House angekommen, warteten dort ca. 40 Frauen. Wir dachten, na ja, wird wohl ein Turnier sein. Kaum kamen die Golf Bags aller Tagesgolfer an, haben sie sich auf das Auto gestürzt, die Bags ausgeladen, und in die Golfwäggelis eingeladen. Wie sich rausstellte, hatten wir ebenfalls zwei von diesen Caddies:-) und natürlich unser eigenes Golfwäggeli:-)

Dienstag, 5. August 2008

Ruhe vor dem Sturm

Nun sind also alle Besucher weg:( und ich fühle manchmal wieder ein bisschen Heimweh aufkommen. Doch viel Zeit dafür bleibt mir nicht, denn am 18. August beginnt das neue Schuljahr und wenn es nur halb so streng werden wird wie das vergangene bleibt mir immer noch genügend zu tun..... aber ich kann ja nicht klagen, noch geniesse ich die Ferien und erledige zu Hause all das Liegengebliebene wofür man unter dem Jahr kaum Zeit findet. Wie Kästen und Schubladen einmal durchzukämmen, die Wohnung (so gut das mit zwei Wildkatzen geht) wieder mal etwas umzudekorieren, Einkäufe die geliefert werden erwarten, Pflanzen die von unseren Katzen zerschreddert worden sind durch Kakteen zu ersetzen usw.

Heute allerding verbrachte ich den halben Tag mit Lesen. Simone schenkte mir ein supertolles Buch, das per sofort in die Liste meiner Lieblingsbücher aufgenommen wurde. Wer sich eine etwas anspruchsvollere und hochspannende Ferienlektüre zulegen will, der lese: Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon.

Man glaubt ja kaum, was sich in einem Jahr da alles ansammelt.... also es erstaunt mich immer wieder von Neuem. Ausserdem tut Aufräumen auch gut und ich brauche das immer um dann wieder mit einem gereinigten Kopf und viel Energie ins neue Schuljahr starten zu können.



Sonntag, 3. August 2008

Hürde genommen

Nun bin ich also auch in den Club der 30ig-jährigen aufgenommen. Und siehe da, ich fühle mich heute noch wie Gestern. Obwohl, so glaube ich, psychisch lässt sich da schon ein gewisser Unterschied feststellen. Man rechnet plötzlich damit, dass das Zwicken und Zwacken überall beginnt, dass es nun Zeit wird, etwas im Leben zu erreichen, dass die Zeit fliegt, etc. Ist wohl etwas wie mit dem Heiraten: an sich macht es im wirklichen Leben nicht wirklich einen grossen Unterschied, aber etwas ist schon an diesen "Ereignissen",... .

Die Olympischen Spiele rücken immer näher. China hat sich, als es die Spiele zugesprochen bekam, gepriesen, dass dieser Anlass a-politisch sei und alles mögliche, wie die Verbesserung der Menschenrechte, unterstütze. Welche eine Farce! Sport ist und war schon immer politisch; China ist sicherlich nicht offener geworden, sondern greift zu teilweise drastischen Massnahmen, um ein Gelingen der Spiele sicherzustellen. Ich bezweifle manchmal, ob China mit den Spielen nicht ein Eigengoal geschossen hat. Der Rest der Welt die Fortschrittlichkeit und Offenheit Chinas zu demonstrieren wird nicht gelingen; die hohen Ansprüche, wie keine Umweltverschmutzung, werden nicht erfüllt werden; Köpfe innerhalb des Regimes werden rollen sofern Dinge nicht wunschgemäss ablaufen. Ich denke, dass die Spiele unter Umständen zu einer Schwächung des Regimes wie auch einem negativeren Image Chinas führen können. Ein interessanter Artikel zu dieser Thematik findet sich im Economist dieser Woche.

Ich frage mich, ob die Art und Weise wie die Leute hier mit ihren Mobiles telefonieren, auch einmal auf die Schweiz überschwappt. Das geht nämlich so, dass man es ans Ohr hält, wenn der andere spricht; dann aber das Gerät vor den Mund führt, um zu sprechen. Und so weiter....schwierig zu erklären, wer noch nie einen telefonierenden Singapurianer gesehen hat.

Nun bekommen wir tatsächlich eine nagelneue Klimaanlage. Unsere Tropenkatzen, welche die Wärme so gar nicht vertragen, werden dem Katzengott danken:-)

Rahel auch:-)



Samstag, 2. August 2008

Allerlei

Auch die Singapurer bereiten sich mit grossem Eifer auf ihren Nationalfeiertag vor. Der wird am 9. August gefeiert und seit mindestens zwei Monaten wird geübt für die Show und die Parade. Dies heisst hier nichts anderes, dass seit 8 Wochen jeden Samstag die Düsenjets über die Stadt donnern und ihre Rauchzeichen in den Himmel tätowieren. Ausserdem fliegen Militärhelis mit der Singapurflagge durch die Lüfte. Und heute bei der offiziellen Hauptprobe, eine Woche vorher, hörten wir das Feuerwerk bis zu uns nach Hause knallen. Auch dies muss selbstverständlich geübt sein;)

Sonst nicht viel Neues, ich habe mich zum ersten Mal hier in meinen Backkünsten versucht, da Marc ja morgen seinen dreissigsten Geburtstag feiert. Das Unterfangen war nicht ganz einfach, da die Mikrowelle auch ein Backofen ist und der Mixer aus der CH irgendwie nicht so auf Touren kommen will beim Strom hier.....
Naja, auf jeden Fall duftet es schon ganz herrlich aus der Küche und ich muss schauen, dass ich beim Tippen den Kuchen nicht im Ofen vergesse.....

Da die Klimaanlage in der Stube ja wie bereits erwäht seit Mittwochmorgen im Eimer ist, sitze ich nämlich im glücklicherweise kühlen Schlafzimmer (da haben wir eine "noch" funktionierende Klimaanlage), und kühle meinen vom Backen erhitzten Kopf etwas ab.

Seit heute haben wir auch wieder eher eine ruhigere Zeit vor uns. Die Kursphase ist, zumindest für den Moment, vorbei und nach der heutig absolvierten (sauschweren) Prüfung zum Personal Trainer, sind wir beide froh, das Lernen mal wieder etwas in den Hintergrund zu schieben. (Durch das Lernen kann es schon einmal passieren, dass ich den gerüsteten Salat im Kasten statt im Kühlschrank lagere:-) ) Wobei man das von Marc eigentlich nicht behaupten kann, denn er ist immer etwas am Lernen. Sei es Chinesisch, Indonesisch, Gitarre oder Dizi (chinesische Bambusflöte) er braucht einfach die Herausforderung:-)

Heimatgefühl in Singapur


Den 1. August haben wir wohl noch nie so gefeiert wie in Singapur. Der Schweizer-Klub organisiert jedes Jahr eine Feier mit August-Funken, Raclette und natürlich dürfen auch die Swiss Lions (Band) nicht fehlen. Dieses Jahr machte ausserdem das Schweizer Olympia-Schwimmteam seine Aufwartung.


Donnerstag, 31. Juli 2008

Fast wie neu

Heute ist nun nach der Waschmaschine und dem Kühlschrank auch noch unsere Klimaanlage ausgestiegen. Wird diese auch noch ersetzt, so haben wir nun tatsächlich eine fast neue Wohnung. Wir schwitzen zwar nun, aber die Wärme macht auch die Katzen schlapp:-) und es ist viel ruhiger geworden bei uns zu Hause..... am Donnerstag kommt endlich die neue Klimaanlage und ich (Rahel) freue mich sehr!!!!! Denn ich sitze nur noch im Schlafzimmer, weil es in der Stube so heiss ist, was die Sache v.a. das Essen, etwas ungemültich macht. Aber kochen mag ich bei der Wärme sowieso kaum noch, denn bin ich fertig muss ich erst mal unter die Dusche, da ich schwitze wie nach einem 2 Stunden Training im Fitness.

Montag, 28. Juli 2008

Newsletter

Hier sind die Links auf unsere alten Newsletter; werden die neuen in Zukunft auch hier platzieren. Ist etwas schade, dass die Website erst jetzt fertig wurde, aber von nun an sind die Ereignisse hoffentlich etwas strukturierter.

Sonntag, 27. Juli 2008

Time to relax (almost)

Letzte Woche hatte Rahel Besuch von ihrer Cousine, Simone. Sie haben zusammen Singapur neu entdeckt und unsicher gemacht. Simone ist nun auf eigene Faust nach Malaysia gereist. Wir sind gespannt auf ihren Reisebericht.

Ich bin nun auch wieder zurück in Sin und hoffe, für einige Wochen hier zu sein. Am Samstag hatten wir zum zweitletzten Mal Kurs, nächstes Wochenende folgt noch die Prüfung.

Danach wollen wir einfach mal wieder unsere neu gewonnene freie Zei zusammen geniessen:-) Allerdings werden uns unsere zwei Tiger sicherlich auch weiterhin auf dem Laufenden halten... . und alle unsere nächsten Kürslis (wie Advanced Open Water Diver) etc.

Sonntag, 20. Juli 2008

Einige Eindrücke

  • Die Medien hier scheinen in der Tat sehr stark kontrolliert zu sein. Im November 2007 beispielsweise legte ein Greenpeace-Schiff in Singapur an. Trotz Pressekonferenz in Singapur, erschien keine Zeile in der Strait Times (wichtigste Zeitung hier). Oftmals füllen relativ unbedeutende Schlagzeilen Seiten während wichtige Neuigkeiten kaum erwähnt werden.
  • Trotz scheinbar strenger Gesetzgebung, rauchen viele Junge hier in Singapur. Es ist auffallend, dass vor allem sehr viele Frauen und Mädchen rauchen, was in anderen asiatischen Ländern weniger vorkommt.
  • Das Wetter in Singapur ist ein Kuriosum. Es ist jeden Tag zwischen 24 und 35 Grad Celsius heiss und täglich ist die Wahrscheinlichkeit für Regen relativ hoch (in gewissem Sinne hat man das ganze Jahr Regenzeit). Das Faszinierende daran ist, dass es in gewissen Teilen Singapur’s regnet und in anderen nicht. Das ist schon erstaunlich, bedenkt man die Grösse der Insel. Dies macht es auch für Meteorologen ziemlich schwierig, das Wetter einigermassen vernünftig vorauszusagen. Gemäss der National Environment Agency hat man im Durchschnitt an 171 Tagen ein Gewitter – also an jedem zweiten Tag.
  • Singapur ist eine modern asiatische Stadt, nicht eine moderne Stadt per se. Die asiatischen Werte sind immer präsent und kommen meist dann zum Vorschein, wenn man sie nicht erwartet.
  • Singapur ist ein Leistungsstaat. Ein Zeichen dafür sind die unzähligen Tuition-Agencies, die auf das Unterrichten von Kindern spezialisiert sind. In den Schulferien sind die Kids oftmals mehr mit Unterricht ausgelastet als in der Schulzeit.

Auf nach Jakarta

Morgen geht es bereits wieder auf den nächsten Business Trip - einmal mehr nach Jakarta. Mal schauen, ob ich dieser Stadt bei meinem dritten Besuch etwas abgewinnen kann:-) Ausser, dass ich jetzt doch schon die eine oder andere Person dort kenne, was meine Aufenthalte natürlich viel angenehmer macht. Und Rahel hat schon wieder Besuch nächste Woche, so wird es ihr garantiert nie langweilig;-)