Samstag, 6. März 2010

Weitere Fotos aus Myanmar





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Chinese New Year in Myanmar





Hallo unsere lieben Blogleser

Schon ist es wieder zwei Wochen her, seit wir aus dem herrlichen Myanmar zurückgekehrt sind. Das Land ist, trotz Militärdiktatur, eine Reise wert. Erst besichtigten wir zwei Tage lang die Tempel von Bagan. Unglaublich dass auf über 45km2 so viele Tempel zu sehen sind. Nach zwei Tagen ging es weiter nach Mandalay, eine ehemalige Hauptstadt, wo es einige alte Königspaläste zu sehen gab. Allerdings mussten wir sagen, dass ein Tag dafür völlig reichte, denn ansonsten hat die Stadt nicht wahnsinnig viel Charme. Weiter ging es nach Heho bzw. dem Inle Lake. Bevor wir allerdings in unserem wunderschönen Hotel, welches auf Stelzen in den See gebaut war, ankamen, ging es in eine Tropfsteingrotte, die mit über 2000 Buddhas in allen Grössen gefüllt war. Dies war die 2.5h Fahrt hin und ca. 3h Fahrt zurück nach Inle Lake wert, ausserdem waren wir ja meistens mit dem Flugzeug unterwegs und sahen nicht so viel vom Land selbst. So genossen wir die Fahrt durch die eher etwas wildern Berggebiete, mit Feldern und Landwirtschaft (und versteckten Rebellen?!?)

In Inle waren wir am nächsten Tag nur zu Boot unterwegs, was herrlich war. Die verschiedenen Dörfer auf Stelzen, die hängenden Gärten (der See ist nicht so tief und so werden Pflanzen direkt in den See gepflanzt und so Gärten quasi auf dem See bestellt) und die Stimmungen. Wir mussten feststellen, dass wir wohl in keinem andern Land mehr Sonnenuntergänge sahen als in Myanmar. Ausserdem war es einfach herrlich kein Handyempfang und praktisch kein Internet zu haben. So kann man richtig abschalten und Ferien machen. Das Land kommt einem sowieso vor, wie man sich andere Länder Asiens vor 20-30 Jahren vorstellte. Lasten werden noch von Hand getragen, Pferde eingesetzt und viele Fahrräder sind zu sehen. Autos und Mofas sind hier wirklich Luxusgut. Gekocht wird übrigens auf dem offenen Feuer und alles ist Handarbeit. Gereist wird natürlich nicht nur im, sondern auch auf dem Bus und aus ihm heraushängend. Die Strassen sind sehr schlecht, so hatten wir für ca. 180 km 5h und wohlbemerkt, das war eine der sehr guten Strassen = Autobahn.

Zum Schluss ging es dann noch 1.5 Tage ans Meer. Sehr ruhig, nur 5 Hotels in einem kleinen Fischerdörfchen. Erholung pur. Das Meer war aber für Marc nicht warm genug, da es nur 25 Grad hatte:) Tja, je länger man in Asien lebt, desto verwöhnter…..
Der einzige kleine Hacken an den Ferien war, dass wir zwar, obwohl wir genügend US Dollar dabei hatten, praktisch blank waren, denn unsere „alten“ Dollar (in Singapur am Flughafen erhalten) hatten zum Teil Flecken, Faltstellen oder ähnliches. Man merke sich also, in Myanmar werden nur druckfrische Dollarnoten ohne Ecken und Faltstellen als Zahlungsmittel akzeptiert!!! Grund dafür ist, wie wir im Verlaufe der Ferien herausfanden, dass die Banken des Landes den Dollar nur zu einem Kurs von 1US$ zu 200 -300 Kyat wechseln. Offiziell ist der Kurs aber 1 US$ zu ca. 900 – 1000 Kyat. So wechseln die Leute also bei halboffiziellen Händlern. Die wiederum haben natürlich Angst, dass sie alte Dollars nicht loswerden und wollen nur erstklassige Qualität. Zum Glück konnten wir in Bagan im einzigen Shop, der Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptierte etwas kaufen und dann mit der Karte noch Dollar erhalten. Hotels nehmen nämlich auch keine bzw. ganz selten Kreditkarten.

Die letzten beiden Tage waren wir dann noch in Yangoon (nein, ist nicht mehr die Hauptstadt, aber war es bis vor zwei Jahren, als die Regierung beschloss, irgendwo in der Pampa eine neue Hauptstadt zu gründen.) und besichtigten nochmals eindrückliche mit Gold und Edelsteinen geschmückte Tempel und Pagoden.
Die Menschen sind arm, doch die meisten wirken zufrieden (ob das vom Buddhismus kommt?) und da das Land noch nicht so mit Touristen überfüllt ist, sind sie unglaublich freundlich, hilfsbereit und aufmerksam. Wir genossen es auf jeden Fall sehr ein weiteres Land in Asien ein bisschen näher kennen lernen zu dürfen.

Nun sind wir wieder im Alltagstrott, mit Schule, Meetings, und Marcs vielen Reisen. Obwohl ich Alltagstrott sage, muss ich gestehen, dass der hier gar nie wirklich aufkommt. Denn dadurch dass Marc so viel unterwegs ist, sieht jede Woche anders aus. Zudem habe ich in nur 3 Wochen ja schon wieder Ferien und dafür müssen ja auch wieder Reisepläne gemacht werden…. (Ja, Lehrer sollte man sein;))