Montag, 26. Januar 2009

Das Jahr des Ochsen






Am letzten Sonntag stuertzten wir uns ins Getuemmel der Chinatown, um den Jahreswechsel vom Jahr der Ratte zum Jahr des Ochsen mitzuerleben. Und auch dieses Jahr ist es den Geistern nicht gelungen, Menschenopfer zu verschlingen. Denn die Chinesische Mythologie geht davon aus, dass ein hungriger Geist sich den Jahreswechsel zu Nutze macht, um Menschen zu fressen. Um dies zu verhindern (oder einfach als gute Ausrede), vertreiben die Chinesen die Geister mit Feuerwerk und laermigem Getoese. Und so war es denn auch: unglaubliche Menschenmassen, begleitet von Chinesischer Musik und Vorfuehrungen (alles auf Chinesisch) gingen dem Feuerwerk um Mitternacht voraus. Und dann der Schock: die Chinesen haben a) scheinbar eine Schweizer Kuh entfuehrt und b) die Kuh nicht vom Ochsen unterscheiden koennen.

Montag und Dienstag ist ein Feiertag und so nutzten wir den Montag, um den Chinesischen Garten zu besichtigen. Selbst nach einem Jahr gibt es in Singapur noch neue Dinge zu entdecken. Das Chinesische Neujahr sind die einzigen Festtage im Jahr, an dem eigentlich die gesamte Bevoelkerung frei hat. Sogar den Gastarbeitern wurde frei gegeben, was schon einer kleinen Sensation beikommt...

Samstag, 17. Januar 2009

When East meets West
















Letzten Samstag waren wir zu einer chinesisch-englischen Hochzeit eingeladen. Xiao meine ehemalige Chinesischlehrerin und Deutschschülerin heiratete Jake ihren langjährigen englischen Freund. Ausserdem war ich auch noch Brautjungfer (eine von dreien) und hatte während einer Stunde lang ziemlich zu tun. Als die Gäste kamen musste ich ihnen ihren Tisch zuweisen, sie zu einem Eintrag im Gästebuch ermuntern und ihre Geschenke entgegennehmen. Aber Lehrer sind ja bekanntlich „Multitasking“. Da ich ausser dem Brautpaar niemanden kannte, war das eine nicht ganz eine einfache Aufgabe….. Zum Glück stand mir Marc tatkräftig zur Seite, vor allem als es dann noch darum ging, den Blumenkindern ihre Körbchen zu verteilen und sie in einigermassen eine geradlinige Reihe stehen zu lassen. Die Hochzeitsfeier war ein Erlebnis der besonderen Art: Nach einer relativ kurzen Zeremonie, ging man Richtung Restaurant zum Apéro, wo dann nach chinesischem Brauch noch eine kurze Teezeremonie stattfand. Danach setzte man sich an die Tische zum Essen. Dummerweise konnte der Singapurer neben mir kaum Englisch. Die ersten Gäste verliessen das Fest auch schon bevor wir Dessert bekamen, denn nach dem Dessert geht man an einer chinesischen Hochzeit nach Hause. So verliessen wir die Gesellschaft also auch kurze Zeit später, denn alle „Gespänli“ an unserem Tisch machten sich, schnurstraks nach dem Dessert, auf zur Verabschiedung beim Brautpaar. So kamen wir sogar noch zu einer christlichen Zeit (23.00) Uhr nach Hause.

Freitag, 9. Januar 2009

Zurück zu Hause


Wieder zurück in Singapur, werden wir hoffentlich unsere australischen Hüte auch noch etwas brauchen können. Unsere Ferien im Westen Australiens waren unglaublich erholsam und wir blicken auf zwei wunderbare Wochen zurück! All denen die unsere Neujahrsgrüsse noch nicht erreicht haben, wünschen wir von ganzem Herzen viele glückliche Stunden im 2009!

Donnerstag 01.01.09







Heute haben wir ausgeschlafen bis um 10.30 Uhr, denn das intensive Feiern am Hafen auf der Wiese und das fulminante Feuerwerk, das wir nicht sahen, war sehr anstrengend.....
Danach Fahrt mit Zug und Gratisshuttle zu einem weiteren Beach, wo wir direkt in ein Resti fürs Mittagessen gingen. Da hatte es so lange Gemeinschaftstische und ein alter Mann neben uns war ein interessanter Gesprächspartner. Er lebte 20 Jahre in Hongkong und nun wieder in Australien. Jedoch findet er, das Australien nicht viel zu bieten habe. „It is a bit the wild west, but don't tell the Aussies.... “ Der Strand war schön, hatte sogar eine Wiese, aber das heisse Wetter 37°C und die aggressive Sonne liessen uns nach 2 Stunden wieder nach Hause fahren. Ausserdem war auch noch ein Haialarm, der dann aber mit dem Helikopter und einer unworry – Flagge wieder aufgehoben wurde. Also hatte nicht einmal ich besonders Lust mich im Wasser abzukühlen….

Mittwoch, 31.12.2008







Nach einer unruhigen, schlaflosen Nacht (unser Hotel war sehr ringhörig) waren wir so früh wie fast noch nie aufgestanden. Denn bereits um sieben Uhr ging der Wecker los – und das am Neujahr. Wir marschierten zum Jetty, wo wir, scheinbar mit Glück, noch ein Ticket nach Rottnest Island ergatterten.
Die Überfahrt dauerte – über Freemantle – knapp 90 Minuten. Nach dem Lunch lösten wir uns eine Busfahrkarte und stoppten als erstes in der Little Salmon Bay. Gemäss dem Reiseführer soll das Wasser auf der Insel wärmer sein und so packten wir, skeptisch zwar, aber trotzdem, unsere Schnorchelausrüstung ein. Aber wirklich warm ist das Wasser auch dort nicht. Dafür ist die Fliegenplagge unglaublich lästig!!
Bald schon gingen wir an den nächsten Strand, aber Fliegen hatte es nicht weniger. Dafür sahen wir einige, herzige Quokkas die zwar auf den ersten Blick aussehen wie Ratten, aber eigentlich Kurzschwanzkängurus sind. „Quokkas leben im südwestlichen Westaustralien sowie auf mehreren vorgelagerten Inseln, darunter Bald Island und Rottnest Island. Diese Insel hat 1696 sogar ihren Namen von den ersten Seefahrern wegen dieser Tiere erhalten, da die Quokkas anfänglich für große Ratten gehalten wurden. Lebensraum dieser Kängurus sind Gebiete mit dichtem Unterholz wie dichtes Buschland. Sie sind nachtaktiv, außer auf Rottnest Island, wo sie wegen der Touristen den Tagesrhythmus umgestellt haben, da sie so leichter an Nahrung gelangen können. Üblicherweise aber verbringen sie den Tag schlafend im Dickicht, um in der Nacht auf Nahrungssuche zu gehen.“ (Quelle: www.wikipedia.com)

Donnerstag, 8. Januar 2009

Dienstag, 30.12.2008


Rückfahrt nach Perth mit einem Stopp an einem der vielbesungenen wunderschönen Perther Strände. Uns war auch hier das Wasser zu kalt. Immerhin war das Wetter heisser als bis anhin und so habe ich mich dann wenigstens im Meer mal abkühlen müssen. Nun war ich also in den ganzen Ferien doch noch einmal im Meer, im Gegensatz zu Marc;)

Montag, 29.12.2008


Wir haben ausgeschlafen und sind fast von den Putzfrauen aus dem Schlaf gehämmert worden. Danach haben wir uns in unser Autöli gesetzt (das wir, snief, bald abgeben müssen) und die Strände um Jurien abgeklappert. War ein friedliches Tägli, das Rahel kleinen einen Sonnenbrand gebracht hat und uns überall eingesandte.

Sonntag, 28.12.08
















Nach dem morgendlichen Frust des toten Handys (Rahels) haben wir einen Spaziergang durch das wirklich sehr herzige Dörfchen York gemacht. Es ist das älteste Inland Settlement an der Westküste und wirklich sehr sehenswert. Frühstück in einer feinen Bäckerei und anschliessende Fahrt Richtung Pinnacles!!! über Moora und einmal mehr ein Touri Drive.
Angekommen in Jurien Bay suchen wir sofort ein Motel und haben grad noch Glück für 2 Nächte ein Quartier zu finden. Denn die Pinnacles sind bei Sonnenuntergang am schönsten.
Dafür mussten wir dann auch mehr als eine Stunde warten und Hunger leiden, denn wir sind um halb sieben da und um halb acht beginnt die Sonne zu sinken. Wenigstens haben wir Lesestoff und das Warten hat sich wirklich gelohnt. Wirklich sehr speziell und einmalig diese Felsformationen aus Limestone die mitten aus der Sandwüste ragen. Ich bin sehr zufrieden, Marc auch, aber hungrig. Und leider sind alle Restis oder Essgelegenheiten in Cervantes schon geschlossen. Ausser Alkohol kriegt man noch.....
Sogar die Tankstelle in Jurien Bay war zu und nach einer nächtlichen Fahrt mit Hasen und anderem Getier, das über die Fahrbahn hoppelt, wollen wir einfach nur noch was zu beissen. Zum Glück rettet uns ein kleines Resti oder mehr Takeawaycounter, der sogar noch feine Sachen hat und bis halb zehn offen ist.

Samstag, 27.12.2008
















Monstertag – von Denmark bis York gefahren, ca. 900 km. Morgens fuhren wir durch den schönen und langengezogenen Fitzgerald Nationalpark, bevor es zum Wave Rock ging. Wir versuchten, beim Felsen ein Hotel zu kriegen, waren aber erfolgslos und so beschlossen wir nach York durchzufahren. Dort fanden wir dann eine nicht ganz günstige, aber dafür wohl unsere luxuriöseste Bleibe, eine richtige kleine Suite in einem alten Hotel, das sehr gekonnt restauriert wurde. Die Fahrt nach York führte uns durch den Wheat Belt. Wiederum bot sich uns ein weiteres, neues Gesicht dieses Kontinents, der sich seit 90 Mio Jahren nicht mehr verändert hat. Vielleicht sind die Vögel daher Selbstmord gefährdet,... sie fliegen einem die ganze Zeit vors Auto. Auch die Zapfsäulen sind etwas altmodisch, so dass wir sie kaum bedienen konnten. Haben heute drei Mal getankt.

Freitag, 26.12.08











Am 26. Dezember begannen sie dann langsam wieder zu erwachen down under und wir fanden in einem auch eher ruhigen Albany sogar ein Restaurant das uns verköstigte. Den ganzen Tag trafen wir aber auf unserer Wanderung im Porongurup Nationalpark keinen Menschen und wir genossen ein weiteres Mal die Herrlichkeit der Natur in diesem riesigen Land. Auch auf der Fahrt über 50 km Naturstrassen durch die Stirling Range kamen uns höchstens 10 Autos entgegen.

Donnerstag, 25.12.2008











Heute ist Weihnachten für die Australier und sie nehmen diesen Feiertag sehr ernst,... .
Morgens konnten wir gratis im Gloucester Hotel mit den Senioren frühstücken, bevor wir uns auf den schönen Weg nach Denmark machten. Wir fuhren viele Touristdrives (insgesamt immer lohnenswert), was bedeutet, dass die meisten Strassen nicht geteert sind. Die zwei Highlights waren Mt Frankland, ein 400 Meter hoher Berg (Felsen), den wir natürlich erklommen haben und der einen wunderbaren Ausblick auf den Busch bietet. Der Aussichtspunkt macht einem klar, wie wenig besiedelt dieses Land ist. Das zweite Highlight waren die Elephant Rocks. Kurz vor Denmark finden sich im Meer Felsformationen, die an eine Herde Elefanten erinnern.
Man glaubt es kaum, aber in diesem 4000 Seelen Örtchen namens Denmark hat kein einziges Restaurant an Weihnachten offen. Zum Glück haben wir eine Tankstelle gefunden, die Hamburger und Co anbietet,... . So haben wir die australischen Weihnachten also bei Hamburger, Pommes und Nudelsuppe auf dem Balkon unseres Motels gefeiert,... .
Eigentlich haben sie ja recht die Australier, wieso zu viel arbeiten, das Leben ist viel zu kurz und man muss es geniessen! Sie scheinen auch grösstenteils sehr zufrieden mit ihrem Leben und lassen das einem auch spüren, was wir sehr eindrücklich empfanden. So ganz anders als die Singapuresen, die immer nach mehr und mehr streben. Doch gleich wie in Singapur ist die australische Polizei immer einsatzbereit und ich musste am 25. Dezember Ausweiskontrolle und Alkoholtest hinter mich bringen. Drei Tage vorher hatte es uns schon geblitzt, da soll mal einer sagen die seine nicht auf Zack, die Australier. Zumindest die Polizei ist es…..

Mittwoch 24.12.08










Weihnachten fern von zu Hause, ein spezielles Gefühl.... dennoch verbrachten wir einen rundum wunderschönen Weihnachtstag in Pemberton und Umgebung. Er startete mit einem Frühstück im schnuckeligen Dorfcafé (Pemberton hat ca. 900 Einwohner) Einkauf im Dorfladen für morgen, denn man weiss nie ob man am 25. (der hiesige Weihnachtstag) etwas Essbares findet. Anschliessend Fahrt und Besteigung des Gloucester Trees, das ist nichts für schwache Nerven und Höhenängstliche..... aber wir waren stolz es geschafft zu haben. Danach eigentlich geplante Fahrt auf dem Karri Forrest Explorer, doch die ungenaue Karte und die gänzlich ausbleibende Wegbeschilderung führte uns dann tiefer in den australischen Karriwald als erwartet.... auch das GPS machte ziemlich einen verlorenen Eindruck und war nicht zu gebrauchen. Zurück in Pemberton und mit Karte aus dem Tourioffice ausgestattet, versuchen wir erneut unser Glück. Diesmal erfolgreicher, wenn auch hier Strassen gesperrt waren und wir nur mit Umkehren zum Ziel kamen. Wenigstens hatten wir ein gemütliches Mittagessen am Flussufer neben einem riesigen Baum. Auch Radio speziell für diesen Karri Forrest Explorer hörten wir während der Fahrt auf dieser Strecke.
Um halb vier entschlossen wir uns dann noch zur Fahrt nach Windy Harbor und Point d'Entrecasteux (oder so ähnlich), was sich wirklich sehr lohnte, denn die Aussicht und die Stimmung auf dem Cliff und dem heiligen Land der Aborigines war genial!! Ein wunderschöner Abschluss für den Weihnachtstag.

Montag, 22.12.2008 und Dienstag, 23.12.08
















Danach ging es weiter nach Margaret River, wo wir eine Kanutour machten, natürlich Singapuresen trafen (die bereisen Australien wie die Deutschen Mallorca) und richtigen Bushfood zu kosten bekamen. Wir könnten uns jetzt also in der Wildnis Australiens ernähren;), wenn wir uns dann noch an alle Pflanzen und ihre Eigenschaften erinnern würden. Ausserdem fuhren wir durch wunderschöne Gegenden mit Rebbergen, Nationalpärken, menschenleeren Stränden (leider mit für uns zu kaltem Wasser) und besichtigten eine sehr sehenswerte Grotte mit unterirdischem See.

Donnerstag, 18.12.08 – Sonntag 21.12.08











Angekommen in Perth (schrecklicher Flughafen und rigorose Zollkontrollen) fuhren wir direkt vom Flughafen in unser erstes und auch einziges Backpacker. Nicht dass etwas dagegen einzuwenden gewesen wäre, denn es war sauber und wir hatten sogar unser eigenes Badezimmer, aber wir werden wohl langsam zu alt für nächtelange Parties und ähnliches…..
Nach einem Tag in Perth (immer mit knallblauem wolkenlosem Himmel, aber des nachts frischen Temperaturen) ging es dann am nächsten mit Mietauto über Freemantle und einen Nationalpark Richtung Bunbury, wo wir eigentlich geplant hatten am nächsten Tag mit Delfinen schwimmen zu gehen, doch leider machte uns ein Sturm einen Strich durch die Rechnung. Dafür gingen wir dann am Sonntag auf eine Bootstour, wo wir die Delfine auch aus nächster Nähe bestaunen konnten. Wirklich sehr süss und drollig!