Sonntag, 20. Juli 2008

Einige Eindrücke

  • Die Medien hier scheinen in der Tat sehr stark kontrolliert zu sein. Im November 2007 beispielsweise legte ein Greenpeace-Schiff in Singapur an. Trotz Pressekonferenz in Singapur, erschien keine Zeile in der Strait Times (wichtigste Zeitung hier). Oftmals füllen relativ unbedeutende Schlagzeilen Seiten während wichtige Neuigkeiten kaum erwähnt werden.
  • Trotz scheinbar strenger Gesetzgebung, rauchen viele Junge hier in Singapur. Es ist auffallend, dass vor allem sehr viele Frauen und Mädchen rauchen, was in anderen asiatischen Ländern weniger vorkommt.
  • Das Wetter in Singapur ist ein Kuriosum. Es ist jeden Tag zwischen 24 und 35 Grad Celsius heiss und täglich ist die Wahrscheinlichkeit für Regen relativ hoch (in gewissem Sinne hat man das ganze Jahr Regenzeit). Das Faszinierende daran ist, dass es in gewissen Teilen Singapur’s regnet und in anderen nicht. Das ist schon erstaunlich, bedenkt man die Grösse der Insel. Dies macht es auch für Meteorologen ziemlich schwierig, das Wetter einigermassen vernünftig vorauszusagen. Gemäss der National Environment Agency hat man im Durchschnitt an 171 Tagen ein Gewitter – also an jedem zweiten Tag.
  • Singapur ist eine modern asiatische Stadt, nicht eine moderne Stadt per se. Die asiatischen Werte sind immer präsent und kommen meist dann zum Vorschein, wenn man sie nicht erwartet.
  • Singapur ist ein Leistungsstaat. Ein Zeichen dafür sind die unzähligen Tuition-Agencies, die auf das Unterrichten von Kindern spezialisiert sind. In den Schulferien sind die Kids oftmals mehr mit Unterricht ausgelastet als in der Schulzeit.

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