Montag, 25. Mai 2009

Strassenverkehr in Singapur

In Singapur, wie die meisten wissen, sind fast alle Bereiche des Lebens bis ins kleinste Detail geregelt. Jackie Chan sagte kuerzlich, dass die Chinesen Regulierung braeuchten, sonst wuerde das Chaos herrschen. Ganz so Unrecht hat er damit nicht. Singapur waere nicht auf dem jetztigen Level, waeren die Gesetze nicht so strikt. Die Singapur-Chinesen haben sich daran gewoehnt und akzeptieren es. Dadurch wirken gewisse Gesetze, wie zum Beispiel das Kauen und Wegwerfen von Kaugummi, als ueberfluessig und werden kaum mehr angewandt.

Im Strassenverkehr, zu unserer Verwunderung, wird den SingapurianerInnen hingegen erstaunlich viel Freiraum gewaehrt. Bussen werden erst verteilt, wenn man 20kmh zu Schnell faehrt - das bedeutet, dass innerorts meist mit 80-100 gefahren wird; andere Verkehrsregeln werden sogar von den Ordnungshuetern missachtet. Fussgaenger und Velofahrer haben keinen Wert und werden grundsaetzlich ignoriert. Vor allem, wenn man Velo faehrt, kommt es fast immer zu kritischen Situationen. Oft fuehrt dies zu lustig-dramatischen Szenen zwischen Autofahrern und Leutchen auf den Velos. So beobachteten wir letztlich wie Velofahrer das Nummernschild eines Inderwaegelchens fotografierten und den Fahrer - zu Recht - aufs Uebelste beschimpften. Mehr Tote als auch das Anziehen des Velo- vs. Autofahrerkrieges ist absehbar.

Der Punkt ist, dass der Strassenverkehr einer der kaum regulierten Bereiche ist - und die Konsequenzen sind klar. Ohne Regeln herrscht tatsaechlich Chaos. Und oftmals fuehrte dies, auch in unserem Falle, schon fast zu gefaehrlichen Unfaellen. Bessere Strassenregeln wuerden nicht nur mehr Sicherheit bringen sondern auch die Staatskassen (noch) mehr fuellen - zumindest bis sich die Lokalen daran gewoehnt haben,... .

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